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Behandlung

Die Behandlung wird gerne unter Ausnutzung der natürlichen Wachstumsschübe (Alter der meisten Patienten zwischen 9 und 14 Jahren; Mädchen haben ihr pubertäres Wachstumsmaximum durchschnittlich 2 Jahre früher als Jungen) durchgeführt. Eine regelrechte Behandlung dauert durchschnittlich 2-4 Jahre; die Dauer ist abhängig von der Zahn- und Kieferfehlstellung, der Art der Zahnspange und der Mitarbeit und dem Alter des Patienten. Zur Mitarbeit gehören das regelmäßige Einhalten der Kontrolltermine, das Befolgen der Anweisungen des Kieferorthopäden und natürlich eine exzellente Mundhygiene.

In einigen Fälle ist eine sogenannte “Frühbehandlung” sinnvoll: Wird z.B. durch einen “Kreuzbiss” (einer oder mehrere Zähne des Oberkiefers verzahnen innerhalb des unteren Zahnbogens; dies kann sowohl seitlich als auch vorn der Fall sein) das Wachstum gehemmt oder fehlgeleitet, soll durch die kieferorthopädische Therapie wieder ein regelrechtes, harmonisches Wachstum ermöglicht werden. Auch bei extremer Unterkieferrücklage ist zur Verbesserung der Kaufunktion und Unfallprophylaxe (zu weit vorstehende Schneidezähne sind häufig von Verlust oder Bruch betroffen) eine frühzeitige Behandlung sinnvoll. Eine Frühmaßnahme wird in der Regel zwischen dem 4. und 7. Lebensjahr begonnen und dauert im Normalfall ein- bis eineinhalb Jahre.

Aber auch die kieferorthopädische Behandlung von erwachsenen Patienten jeglichen Alters bildet heute einen festen integrativen Bestandteil bei lebenslanger Gesunderhaltung von Zähnen und Kiefer unter zahnärztlicher Betreuung. Eine Behandlung ist also entgegen früherer Meinungen ohne Probleme in jedem Alter möglich. Auch die Gesellschaft akzeptiert Zahnspangen bei Erwachsenen immer mehr, in den USA ist dieses teilweise sogar eine Art Mode geworden.

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