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Geschichte

Edward H. Angle hat zwischen 1890 und 1920 die kieferorthopädische Behandlung systematisiert und die Grundlagen für die heute noch gebräuchliche festsitzende Spange (Brackets, engl. Halterung) gelegt. Später wurden die herausnehmbaren Dehnapparaturen von A.M. Schwarz und sogenannte “funktionelle” Behandlungen mit Aktivatoren von Andresen und Häupl entwickelt.

Die moderne Zahnspange, auch als “Elastisch offene Aktivator” oder “EOA” bezeichnet, wurde vom Görlitzer Zahnarzt Dr. Georg Klammt entwickelt. Die DDR verlieh ihm 1961 den Titel “Sanitätsrat”, der Papst verlieh ihm den “Orden des Heiligen Silvester” und die Stadt Görlitz verlieh ihm die Ehrenbürgerschaft.

Frühe zur Zahnregulierung entw. festsitzende Apparatur wurden von Pierre Fauchard 1728 erwähnt. (Le Chirurgien Dentiste ou traite des dents) Dabei wurden der zu bewegende Zahn mit den Nachbarzähnen über Drahtelemente oder Goldbandfäden fixiert. Dieser Bandapparat wurde durch verschiedenste Zusätze weiterentwickelt (Holzkeile, Kappen, Ösen, Ringe…). Erst Anfang 20. Jhd.. erfolgte der nächste große Schritt als Angle die Rippon-Arch-Appliance entwickelt hat. Diese ermöglichte erstmals die dreidimensionale Regulierung von Zähnen. Damit bildete die Apparatur den Ausgangspunkt für alle weiteren Multibandentwicklungen. Weiterentwicklung war als wichtiger Zwischenschritt die auch von Angle entwickelte Edgewisetechnik.

Ende der 70er Jahre behandelten erste amerikanische Kieferorthopäden Patienten mit lingual geklebten “unsichtbaren” Apparaturen. Ungenaue Positionierung und unbefriedigende Ergebnisse stopten allerdings die Entwicklung der Lingualapp.. Erst mit Entwicklung genauer Bracketpositionierungen (1986) und Ende der 90er Jahre einer individuellen Bracketentwicklung und Positionierung durch den deutschen Kieferorthopäden Dr. Wiechmann kam es zur bedeutenden Entwicklung der Lingualtechnik. Seither werden ständige Verbesserungen und Neuerungen entwickelt.

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